Kommentar

Wenn die Jugend keinen Job findet, muss sie studieren dürfen

Arbeitsmarkt

Falter & Meinung | Markus Marterbauer | aus FALTER 10/10 vom 10.03.2010

Der Rektor der Wirtschaftsuniversität, Christoph Badelt, beantragt eine Verringerung der Zahl der Studienanfänger von 6000 auf 2050. So verständlich ein solcher Wunsch aus Sicht einer mit Finanz- und Kapazitätsproblemen kämpfenden Uni sein mag, so gefährlich wäre seine Umsetzung. Denn in der Altersgruppe der 20- bis 24-Jährigen hat sich die Zahl der Arbeitslosen gegenüber dem Sommer 2008 bereits verdoppelt. 40.000 junge Menschen finden keine Arbeit, und es kann noch schlimmer kommen: Wird tatsächlich ab 2011 keine durch Pensionierung frei werdende Stelle im öffentlichen Dienst nachbesetzt, fehlen nochmals 15.000 Arbeitsplätze für Jugendliche.

Was liegt näher, als den jungen Leuten, für die es derzeit keine Jobs gibt, mehr und bessere Ausbildung anzubieten? Noch diesen Herbst sollte deshalb die Zahl der Studienplätze an höheren Schulen, Fachhochschulen und Universitäten um 20.000 bis 25.000 ausgeweitet statt weiter beschränkt werden. Die Kosten für diese Investition in


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige