Die Schwarze vom Dienst

Politik | aus FALTER 10/10 vom 10.03.2010

Wie könnte Österreich ausschauen, wenn es das Beste aus sich herausholt? Beatrice Achaleke will es wissen

Porträt: Sibylle Hamann

Man kommt aufs Bezirksamt, und dort sitzt eine Frau im Rollstuhl. Nein, nicht im Wartezimmer vor der Sozialhilfestelle, sondern auf der Beamtenseite des Serviceschalters. Wieder auf der Straße, entkommt man knapp einem Parksheriff, der den Vornamen Ali trägt, und holt das Kind aus dem Kindergarten, wo zwei von drei Pädagogen Männer sind. Wenn man dann abends den Fernseher aufdreht, präsentiert eine Redakteurin schwarzer Hautfarbe die Nachrichten: Wir haben einen neuen Minister, der offen homosexuell ist. Anschließend versieht die TV-Kommissarin Dienst mit Kopftuch.

So oder auch ganz anders könnte es ausschauen in Österreich. Jedenfalls stellt sich Beatrice Achaleke das so vor.

Achaleke ist eine 40-jährige Frau, der sehr viel liegt an diesem Land. Sie spricht zärtlich und respektvoll von ihm, wie von einem Kind, auf das man besonders stolz ist. Obwohl


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