„Nicht legal, aber super“

Politik | aus FALTER 10/10 vom 10.03.2010

Wie der Angeklagte Martin Balluch im Tierschützerprozess die Verhandlungsführung übernahm

Bericht: Matthias G. Bernold

Wer vergangene Woche ortsunkundig aus dem Wiener Neustädter Bahnhofsgebäude trat, der brauchte nur den Klängen der Beastie-Boys-Nummer „Fight for Your Right“ zu folgen. Drei Dutzend Aktivisten hatten den Bereich vor dem Landesgericht in eine Protestzone verwandelt und beschallten Maria-Theresien-Ring und Stadtpark mit einer mächtigen Soundanlage. In einer Mobilküche bereiteten sie Gemüsemakkaroni und fleischloses Chili. Zwischen Transparenten mit Aufschriften wie „Tierschutz = Staatsfeind Nummer eins“, einer gefleckten Plastikkuh und Broschüren über Anarchoveganismus skandierten sie Trommeln schlagend und rosa Luftballons aufsteigen lassend: „Handler, du Lügner“, „Handler, du Lügner“.

Wolfgang Handler steht derweil im Schwurgerichtssaal, um die Anklage zu verlesen. Je tiefer die Bässe wummern, je wilder der Tusch wirbelt, umso konzentrierter setzt

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