Ohne Lobby ist es Hobby

Feuilleton | aus FALTER 10/10 vom 10.03.2010

Wie leben und arbeiten Künstler in Wien? Ein Besuch bei Unternehmern und Bohemiens

Atelierbesuch: Matthias Dusini

In dem Atelier hinter der Karlskirche arbeiten die Assistenten. „Da, halt mal!“, fordert der griechische Künstler Jannis Varelas, Jahrgang 1977, eine junge Kollegin auf, die gerade mit dem Bleistift an einem seiner Bilder herumzeichnet. Nun soll sie ein bereits gerahmtes Bild vorführen, ein bärtiges Fantasiewesen darstellend, aus dessen Hose zwei Schwänze wachsen.

Das Bild entstand vor drei Jahren im Projektraum einer Galerie, erzählt Varelas. Auf deren Einladung verbrachte er einige Monate in Wien, dann beschloss er, nach vier Jahren in London nach Wien zu ziehen. „Die Vibes sind gut hier, und man trifft in den Lokalen Leute, ohne sie vorher anrufen zu müssen.“

Varelas ist einer jener Künstler, die an der Ausstellung „Lebt und arbeitet in Wien III“ teilnehmen. Seine Heimat ist das iPhone, in dem die Kontakte zu Freunden in London, Athen und New York gespeichert


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