Tropischer Spermacocktail im Zeichendschungel

Feuilleton | aus FALTER 10/10 vom 10.03.2010

Die Kunsthalle Wien informiert in Lebt und arbeitet in Wien III ohne Allüren über die brummende lokale Kunstszene

Ausstellungskritik: Matthias Dusini

Die Kunsthalle Wien präsentiert die dritte Ausgabe der Gruppenausstellung „Lebt und arbeitet in Wien“; sie will alle fünf Jahre „den künstlerischen Plafond Wiens neu vermessen“. Die erste Ausgabe war der Versuch, den von der Secession gemachten „Junge Szene“-Ausstellungen ein anderes Image zu geben: Gesucht waren nicht mehr Nachwuchskünstler, sondern Trendsetter. Preise, Stipendien und Überblicksausstellungen gehören zu den ersten Stufen einer Karriere.

Um die Auswahlkriterien zu objektivieren, lädt die Kunsthalle seither externe Kuratoren ein, Ateliers zu besuchen und aus den gesammelten Portfolios rund 30 auszusuchen. Solche Hintergrundinformationen sind erwähnenswert, denn bei Gruppenausstellungen sind kuratorische Entscheidungen wichtiger als künstlerische. Stimmt der Gesamteindruck nicht, leidet auch die Einzelposition.


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