Nüchtern betrachtet

Der Kolumnist ist nach Diktat verreist

Feuilleton | aus FALTER 10/10 vom 10.03.2010

Feuilletonchef Klaus Nüchtern berichtet aus seinem Leben. Die Kolumnen als Buch: www.falter.at

Zu der Zeit, als ich meinen Job beim Falter antrat – der Fall der Mauer lag erst wenige Monate zurück …

Nein, aus, geht gar nicht. Bevor ich meine Frühvergreisung durch offensiven Einsatz von Zeitzeugenprosa unter Beweis stelle (ich habe übrigens nicht die geringste Ahnung, wo ich war, als die Mauer fiel), muss ich diese Veranstaltung abbrechen – sonst lädt man mich am Ende noch in den „Club 2“ ein und ich muss mir einen Zeitzeugenbart wachsen lassen bzw. umhängen (weil bartwuchstechnisch ist mir jede 14-Jährige aus damenbartaffinen Völkerschaften haushoch überlegen). Also ganz anders, zum Beispiel so:

Aaarrrggghhh!!!

Ja, besser. Entschieden besser. Wobei es mir nicht darum geht, durch Verwendung Comic-kompatibler Interjektionen von meiner Frühvergreisung abzulenken, sondern dem Gefühl akuter Überfordertheit adäquat drastischen Ausdruck zu verleihen. Daran anknüpfend würde


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