Diese Woche haben wir gelernt

Bemerkenswerte Stadt-Begebenheiten

Stadtleben | aus FALTER 10/10 vom 10.03.2010

... dass der Augartenspitz gerodet wurde. Zu Beginn dieser Woche begann ein Großaufgebot von Polizei und Arbeitern unter stürmischem Protest von Aktivisten und Anrainern mit dem Fällen der Bäume. Es bildete den Auftakt für den Bau der Sängerknaben-Halle „Konzertkristall“, um die seit etwa eineinhalb Jahren massiv gestritten wird (siehe Kommentar S. 6). Mehrere Leute ketteten sich in Baumkronen fest; eine Frau erlitt dem Vernehmen nach einen Herzinfarkt, als vier Polizisten sie vom Gelände entfernten. „Wir dürfen, wollen und werden bauen“, gaben die Sängerknaben in knappen Worten bekannt.

… dass am Bahnhof Praterstern am Sonntagabend eine Gruppe Obdachloser eine (abgeschaltete) Kettensäge zur Konfliktbewältigung missbrauchte (siehe Glosse, S. 6). Streitursache war angeblich eine Flasche Schnaps – und der flüchtige Täter zu betrunken, um die Säge anzuwerfen. Eine abgetrennte Nase und Spitalsaufenthalte waren die Folge. Passanten wurden dabei nicht verletzt.

… dass in Schönbrunn alte Wandmalereien entdeckt wurden. Die Fresken im Kleiderzimmer von Kaiserin Elisabeth stammen aus dem frühen 19. Jahrhundert, bevor das Schloss unter Franz Joseph I. erheblich umgestaltet wurde. Nun sollen sie der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden.

... dass die Zahl der Übergriffe in Wiener Öffis im Jahr 2009 erheblich anstieg. 23 Prozent mehr Passagiere waren im Vergleich zu 2008 in Auseinandersetzungen verwickelt; gar 67 Prozent waren es bei Linien-Mitarbeitern. Die Verkehrsbetriebe betonen, dass 2008 ein außerordentlich friedliches Jahr war und der Anstieg daher krasser scheine, als er ist. Außerdem verweist man auf gängige Sicherheitsmaßnahmen in der U-Bahn.


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