Phettbergs Predigtdienst

Regeneration der Lappen und Fasern

Kolumnen | aus FALTER 11/10 vom 17.03.2010

Zum Mittagessen kriegte ich: Spinatsuppe, Art Tofugulasch, Fisolensalat und eine Banane. Also werd ich morgen nicht gacken können, denn Bananen stopfen. Nur dass Sie es derweilen schon wissen, Duhsubylebys. So ein spannendes Essen wie heute ist ein Volltreffer!

Ich hab immer mehr ein gutes Gefühl für die Antidepressiva, jeden Tag eine Tablette, seit dem 5.2. Oh hätt ich die seit Jahren genommen, ich hätt mir vieles erspart! Immer rannte ich tablettenlos und blöd herum.

Mein Tippen ist Lebensmittel. In der Ergo wurde mir bewusst, dass die Hirnregionen auch ordentlich gereizt werden wollen. Wie die Muskelfasern. Darum hoffe ich, dass ich auch nächstes Jahr wieder im Jänner in Laßnitzhöhe sein darf. Seither hör ich nur mehr Radio Ö1. Ich hab keine Sekunde ferngesehen, obwohl jedes Zimmer einen Fernseher hat. Lustigerweise hört das Programm für mich mit „Religion aktuell“ auf. Dann kommen die Nachrichten um 19 Uhr und dann dreh ich langsam ab. Ich komm nun völlig ohne Fernsehen aus. Ich muss nur jeden Nachmittag ein Programm im Kopf haben. Ich hab jetzt jeden Nachmittag frei!

De facto war der Jänner mein Zusammenräummonat. Nächstes Jahr im Jänner wäre wieder ideal für eine Regeneration der Lappen und Fasern in der frischen, kalten Luft des Luftkurortes Laßnitzhöhe. Ich war auch im Jänner 2007 dort. Und nun im Jänner 2010. Wie mich Frau Dr. Krauthauf verabschiedete, sagte sie „bis nächstes Jahr“, wie wenn es selbstverständlich wäre, dass Schlagangefallene Jahr für Jahr kämen. Und ich finde das nun auch! Lappen und Fasern begehren danach! Denn die konzentrierte Körpernachschau ist wie das jährliche Reinigen meiner Gasetagenheizung. Ich hab die Heizung seit dem Jahr 1982 jedes Jahr putzen lassen, meinem Körper gönn ich solche Sorgfalt nicht? So weit mein Plan für das Jahr 2011! Jetzt brauch ich noch Programm für den Rest des Jahres. Im April ist Donaufestival in Krems mit den beiden Gentlemen aus den USA! Der Rest wird sich fügen.

Sogar trotz meiner gestrigen Banane konnte ich heute gacken! Das ist nun wie ein Sieg. Jeden Tag gacken, das wär ein Traumthema für „Wetten, dass ...“. Aber ich schau nimmer, denn das Schlafen tut mir besser. F

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