Seinesgleichen geschieht

Schweigen ist Macht. Ein Wort zum kirchlichen Missbrauchtum

Der Kommentar des Chefredakteurs


Armin Thurnher
Falter & Meinung | aus FALTER 11/10 vom 17.03.2010

Missbrauch überall. Missbrauch anvertrauter Verantwortung, Missbrauch übereigneter Gelder, Missbrauch der Sprache, der Verkehrsregeln, jeglicher Vernunft. Amtsmissbrauch sowieso. Und im Fall der Kirche kann man sagen, der sexuelle Missbrauch sei mittlerweile zu einer Art Missbrauchtum geworden. Samt zugehöriger Missbrauchtumspflege.

Das kirchliche Missbrauchtum greift nicht um sich, vielleicht geht es sogar zurück und kommt gerade deswegen zutage. Die schwere Decke, die auf all den Missbräuchen lastet, wird mit den Jahren ein weniges leichter, sodass manche Opfer zu sprechen wagen und auch gehört werden. Einige Opfer beschwerten sich seit Jahrzehnten und wurden als Verrückte abgetan. Andere schämten sich vor ihrer Ortsgemeinschaft oder standen unter anderen Zwängen, die es ihnen unmöglich machten zu sprechen. Wenn sie dann doch redeten, verhinderten diese Zwänge oft genug, dass sie gehört wurden.

Das kirchliche Missbrauchtum ist ein weltweites Phänomen. Unsere Kirchenfürsten

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