Kolumne

Für dieses Afghanistan lohnt es sich nicht zu sterben

Außenpolitik


Raimund Löw
Falter & Meinung | aus FALTER 11/10 vom 17.03.2010

Der Krieg in Afghanistan fordert seinen Tribut auch in der europäischen Politik. Weil sich die Koalitionsparteien in den Niederlanden nicht auf eine Verlängerung des Truppeneinsatzes einigen konnten, stürzte die Regierung in Den Haag. Der antiislamische Rechtsaußenpolitiker Gert Wilders hat gute Chancen, die Parlamentswahlen zu gewinnen und in das nächste Kabinett einzuziehen. In Deutschland hat der verheerende Luftschlag von Kunduz mit über 100 zivilen Toten so viel Dilettantismus und Verantwortungslosigkeit offengelegt, dass der Verteidigungsminister mit der militärischen Führung seither im Clinch liegt. Großbritanniens Premier Gordon Brown muss vor neuen Katastrophenmeldungen für seine Soldaten zittern, die den Aufholprozess der Labour Party gegenüber den Torys vor den bevorstehenden Unterhauswahlen zunichte machen könnten.

Der Afghanistan-Krieg galt einst im Gegensatz zum Angriff auf den Irak als der gerechte Krieg, weil die Al-Kaida unter dem Schutz der Taliban vom Hindukusch

  649 Wörter       3 Minuten
Bestellen Sie hier ein FALTER-Abo Ihrer Wahl inklusive Online-Zugang, um diesen sowie alle anderen FALTER-Artikel sofort im Volltext zu lesen.
Holen Sie sich hier Ihren Online-Zugang und lesen Sie diesen sowie alle anderen FALTER-Artikel sofort im Volltext.

Lesen Sie diesen Artikel in voller Länge mit Ihrem FALTER-Abo-Onlinezugang.

Passwort vergessen?
Bitte liken Sie den FALTER auf Facebook:

Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:

×

Anzeige

Anzeige