„Ich bin nicht hier, um zu leiden“

Politik | aus FALTER 11/10 vom 17.03.2010

Die neue Wiener ÖVP-Chefin Christine Marek über ihre Therapie für die schwarzen Minderwertigkeitskomplexe und ihre Idee von einer bürgerlichen Stadt

Interview: Julia Ortner

Für die Schwarzen war es ein Kulturbruch. Am Samstag wählten 96 Prozent der Delegierten Staatssekretärin Christine Marek zur ersten Frau an der Spitze der Wiener ÖVP. Die 42-jährige Alleinerzieherin ist Josef Prölls liberale Vorzeigefrau für das städtische Milieu und hat sich den Ruf als moderne Familienpolitikerin erarbeitet. In Wien soll sie nun die nicht gerade erfolgsverwöhnte schwarze Truppe in die Herbst-Wahl führen. Der neue Job ist ihre bisher schwerste Prüfung.

Falter: Frau Parteivorsitzende, haben Sie keine Angst vor Ihrem neuen Job?

Christine Marek: Nein. Ich habe Respekt davor.

Ein bisschen Furcht wäre angebracht. Die schwarzen Funktionäre haben Komplexe gegenüber dem übermächtigen roten Wien, ihre Aggressionen darüber richten sich traditionell gegen die eigene Führung.

Marek: Früher hat

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