„Wir lieben einander“

Politik | aus FALTER 11/10 vom 17.03.2010

Thomas Chorherr ist ein erzkonservativer Journalist, sein Sohn, der Grünpolitiker Christoph, ein visionärer Citoyen. Zum ersten Mal diskutieren sie öffentlich über Österreich

Interview: Florian Klenk

Zwei Wiener Bürger parlieren im Salon einer herrschaftlichen Innenstadtwohnung. Sie fallen einander kaum ins Wort, dennoch sind sie völlig unterschiedlicher Meinung über dieses Land. Thomas und Christoph Chorherr repräsentieren zwei Gesichter Österreichs: Vater Thomas, 77, ein erzkonservativer, katholischer Publizist, war einst Herausgeber der Presse. In seiner Kolumne „Merks Wien“ warnt er noch heute vor Gutmenschen, Ausländern, Muslimen und anderen Gefahren für das Abendland.

Immer wieder dreht es Sohn Christoph, 49, bei der Lektüre der väterlichen Kolumne den Magen um. Der studierte Ökonom gilt als Bürgerlicher und Kritiker des roten Wien – und dennoch denkt er ganz anders. Chorherr junior fand seine politische Heimat beim „Realo“-Flügel der Wiener Grünen, er betreibt


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