„Die haben mich gemartert“

Politik | aus FALTER 11/10 vom 17.03.2010

Der ehemalige Fürnkranz-Geschäftsführer Karl Bauer erinnert sich an die Anti-Pelz-Kampagne gegen seine Firma

Interview: Matthias G. Bernold

Wenn es um Tierschutzaktivisten geht, wird Karl Bauer fuchtig. „Lauter Wahnsinnige“, ärgert sich der ehemaligen Fürnkranz-Geschäftsführer, der sich in 30 Jahren vom Lehrling zum Chef hochgearbeitet hat. Von 2006 bis 2008 stand die Wiener Modekette Fürnkranz im Visier der Tierschutzbewegung. Zuerst mit E-Mails, später mit Demonstrationen forderten Tierrechtsaktivisten sie auf, den Handel mit Pelzen einzustellen. Bauer, der Ende April beim Tierschützerprozess in Wiener Neustadt als Zeuge aussagen wird, erinnert sich, wie er während der Kampagne als Lügner und Mörder beschimpft wurde.

Falter: Wann kamen Sie zum ersten Mal mit den Tierschützern in Berührung?

Karl Bauer: Im Herbst 2006 sind die ersten E-Mails eingetroffen. Ein gewisser Felix H. (der Zweitangeklagte im Tierschützerprozess in Wiener Neustadt, Anm.) hat sie unterzeichnet. Die

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