Tod einer Ägypterin

Politik | aus FALTER 11/10 vom 17.03.2010

Hoda E. bekam keinen Platz im Frauenhaus, 24 Stunden später war sie tot. Ihr Fall zeigt die Schwächen des Gewaltschutzes in Österreich

Bericht: Wolfgang Zwander

Hoda bedeutet auf Arabisch „Der richtige Weg“. Die 32-jährige Hoda E. war auf dem richtigen Weg. Sie wollte ihren gewalttätigen Mann verlassen und ins Frauenhaus flüchten. Doch Hoda wird vertröstet, am nächsten Tag ist sie tot. Als man ihre Leiche in einer Gemeindebauwohnung im 15. Bezirk findet, liegen neben ihr ein gepackter Reisekoffer und Unterlagen für die bevorstehende Scheidung.

„Erstickt durch fremde Hand“ steht in ihrem Totenschein. Die Hand gehörte nach dessen eigener Aussage ihrem Mann, dem Callcenter-Besitzer Mohamed E., der nach der Tat am 15. Jänner dieses Jahres die gemeinsame Tochter Lisa in seinen roten Mercedes packte und quer durch die Stadt fuhr. Zuvor hatte er noch seiner Exfrau den Wohnungsschlüssel gegeben. Sie findet die Leiche und alarmiert die Polizei. Mohamed wird wenige Stunden später


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