Nachgetragen

Politik | aus FALTER 11/10 vom 17.03.2010

Wien, Europa und die Welt. Journal mehr oder weniger bedeutender urbaner Begebenheiten

Widerstand: Das Dokumentationsarchiv lud zur Versammlung

Martin Gantner

Neonazismus“, sagt Barbara Prammer (SPÖ), „ist keine Meinung, sondern ein Verbrechen.“ Die Abschaffung des Verbotsgesetzes ist für die Nationalratspräsidentin ausgeschlossen. Prammer steht am Rednerpult im Alten Rathaus und klammert sich die meiste Zeit der Rede an ihr Manuskript. Nun spricht sie frei – von Ebensee, von Rechtsradikalismus, der die gesellschaftliche Mitte zu erobern droht, und von FPÖ-Präsidentschaftskandidatin Barbara Rosenkranz. Ihre Vorredner auf der Jahreshauptversammlung des Dokumentationsarchivs des österreichischen Widerstandes, Ursula Stenzel (ÖVP) und Rudolf Edlinger (SPÖ), fordern eine klare Haltung von Rosenkranz. Was die Politikerin tags zuvor auf Druck der Kronen Zeitung kundtat, könne nicht genügen. „Ein halbherziger Notariatsakt hilft nicht“, sagt Edlinger.

Vor Überlebenden des NS-Regimes


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