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Medien | aus FALTER 11/10 vom 17.03.2010

Richtige Ziegel für richtige Chefs

prüfbericht: thomas vaŠek

Meine liebste Handy-Kategorie ist das sogenannte Business-Handy. Da erwartet man sich Ernsthaftigkeit und echten Nutzen statt Schnickschnack für Minderjährige. In der Zeit vor dem BlackBerry setzte Nokia mit dem Communicator Maßstäbe. Das war ein riesiger, aufklappbarer, ziemlich hässlicher Klotz mit vielen Organizerfunktionen. Ein echtes Chefgerät. Seither haben die Finnen eine ganze Latte von Business-Handy-Modellen auf den Markt gebracht, die allesamt mehr können, kleiner sind und viel besser aussehen als der Communicator.

Zum Beispiel das E52. Das Teil ist nur elf Millimeter dick, 95 Gramm schwer und hat wirklich nützliche Business-Funktionen. So ist Quickoffice vorinstalliert, man kann also Worddateien, Exel-Sheets oder Powerpoint-Charts lesen und erstellen. Via Exchange-Server oder USB lassen sich Kontaktdaten oder Termine mit dem Rechner abgleichen. Und über VPN (Virtual Private Network) kann man sogar eine sichere Datenverbindung zum Unternehmen aufbauen. Auch Videtelefonie ist möglich. Allerdings hat es keine QWERTZ-Tastatur.

Es soll Business-Anwender geben, die keine längeren Texte schreiben müssen (oder können), doch wer auf eine Tastatur nicht verzichten will, sollte zu Nokias größeren Modellen E71 oder E75 greifen. Allerdings kann man sich dann gleich einen BlackBerry kaufen. Und für die wirklichen Chefs gibt’s immer noch den Communicator E90. Wobei ich finde, der könnte ruhig größer und dicker sein.

Thomas VaŠek ist Journalist und Buchautor in München


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