Wie’s der Wiener Elektronikszene so geht? Passt eh, sagen Tosca, Zeebee, Bauchklang und die Sofa Surfers

Feuilleton | Gerhard Stöger | aus FALTER 11/10 vom 17.03.2010

So gab es sie natürlich nie, die Wiener Elektronikszene. Es gab stets mehrere, teils disparate Szenen, die sich mit der Zeit naturgemäß verändert haben. Junge Flasher wie Dorian Concept oder Marflow sind gerade erst in die Volksschule gegangen, als Kruder & Dorfmeister 1993 ihr Debüt veröffentlichten; sie prägen das elektronisch tönende Wien heute ebenso wie diverse alte Hasen, die nach wie vor aktiv sind.

Richard Dorfmeister selbst etwa, dessen gemeinsam mit Rupert Huber betriebenes Duo Tosca 2009 durch Konzerte in alten Kirchen und zurückgenommene Töne auffiel. Als „rhythmischen Ambient“ bezeichnete er das aktuelle Tosca-Album „No Hassle“. Die nun nachgeschobene Remixplatte „Pony No Hassle Versions“ betont eindeutig das Rhythmuselement gegenüber dem Introspektiven, wobei sich die Bearbeitungen zwischen feinsinniger Klangtapete und nachdrücklicher Cluborientierung durch die labeltypische Mischung aus Perfektion und Eleganz auszeichnen.

Klaus Waldeck, eine weitere


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