Wie sich die Nachtschwärze, das Unfassbare ins deutsche Kino einschlich

Feuilleton | Michael Omasta | aus FALTER 11/10 vom 17.03.2010

Kennen wir, haben wir, brauchen wir nicht. So oder ähnlich dürfte wohl die Antwort ausfallen, befragt man Cineasten nach ihrem Bezug zum deutschen Kino. Natürlich, die große Zeit sowohl von „Opas Kino“ als auch des Autorenfilms, der in den 60er-Jahren an dessen Stelle trat, ist vorbei. Daneben aber gab und gibt es seit jeher noch ein „anderes“ deutsches Kino.

Eben dieses nimmt das Österreichische Filmmuseum, parallel zur Retrospektive von Romuald Karmakar, mit seiner Reihe „Deutschland in der Nacht“ in Augenschein: 38 Exponate, berühmte und weithin unbekannte, die weder auf massentauglichen Kintopp noch gar auf gesellschaftlichen Konsens aus sind.

Der älteste Film der Reihe, „Nosferatu“ (1922), gibt sozusagen die Stimmungslage vor. Zwar war F.W. Murnaus fantastischer Vampirfilm keineswegs die erste Bram-Stoker-Verfilmung (dieses Privileg bleibt „Drakula halála“ von Károly Lajthay vorbehalten, 1921), aber doch der Film, mit dem sich die Nachtschwärze, das strikt


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