Nüchtern betrachtet

Mir doch wurscht, ob der Bär in Brooklyn steppt

Feuilleton | aus FALTER 11/10 vom 17.03.2010

Feuilletonchef Klaus Nüchtern berichtet aus seinem Leben. Die Kolumnen als Buch: www.falter.at

Das Schöne an New York ist unter anderem, dass man bei der Rückkehr mit erwartungsvoll geweiteten Pupillen begrüßt wird: „Naaa?!“ Die Angehörigen der internationalen Gemeinschaft der New-York-Gutfinder gehen davon aus, dass es toll war. Und war es natürlich. Großteils. Ist man erst einmal in der Stadt, ist eh alles great’n’easy, aber bis dahin muss man halt a) lange in einem Flieger sitzen, in dem b) ein Franziskaner mit einer schicken Tonsur light (kurze und ganz kurze Haare statt der Old-school-Dichotomie von Haar und Glatze) ein Buch mit dem Titel „Fatal Voyage“ liest (über eine Schiffskatastrophe) und c) ein Mann, der hoffentlich Unfallchirurg ist, auf seinem Laptop Darstellungen abgetrennter Gliedmaßen studiert. Zu unguter Letzt muss man d) drei Stunden auf dem JFK abhängen, bis man vermessen und für einreiseberechtigt befunden wurde, was mit etwas mehr militärischer

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