Der ganz alltägliche Alptraum zum Mitleben

Steiermark | aus FALTER 11/10 vom 17.03.2010

Barbara Eder zeigt auf der Diagonale ihr bemerkenswertes Spielfilmdebüt „Inside America“

Filmkritik: Maria Motter

Leibes- und Rucksackvisitation am Schuleingang: Patty legt ein rohes Ei vor das Sicherheitspersonal. Für den Unterricht sei das. Behutsam trägt die 18-Jährige das Ei durch das morgendliche Gewühl am Gang. Im Hof der Hanna High School in Brownsville, Texas, hissen salutierende Uniformierte die Flagge, drinnen schnuppern Polizeihunde an den Spinden.

Die Filmemacherin Barbara Eder hat ihr Spielfilmdebüt mit einem Mini-Team von vier Leuten und amerikanischen Laiendarstellern in nur sieben Wochen in Texas gedreht. An der Grenze zwischen den beiden Amerikas, wo die gesellschaftliche Grenze immer noch auch zwischen Weiß und Schwarz verläuft, porträtiert der Episodenfilm Jugendliche, die bald volljährig werden und doch wie Kinder auf ihr Umfeld angewiesen sind.

Die Übergänge zwischen den Episoden sind fließend, das Tempo ist rasant (Schnitt: Claudia Linzer). Die Figuren,


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