Hundert Jahre Zeitausgleich

Befindlichkeitskolumne

Steiermark | aus FALTER 11/10 vom 17.03.2010

Diese Kolumne enthält Rückwärtsbotschaften!

Die Junge Wirtschaft (Steiermark) sagt: Natürlich spüren auch die jungen Selbstständigen die wirtschaftlich schwierigeren Zeiten, beweisen aber einmal mehr den Ruf des „Gallischen Dorfs“, das dem übermächtig scheinenden Feind „Krise“ Widerstand leistet. Aus Gesprächen in gespritzten Cafés wissen wir, dass die junge Wirtschaft sich dieses Credo zu Herzen nimmt, und wenn sie auf die Schnauze fällt, steht sie auf, nimmt noch einen Spritzer und besinnt sich auf ihre Standortvorteile: Nicht nur Äpfel, experimentelle Lyrik und Maschinenbau sind in der Steiermark beheimatet, nein: Auch das Rückwärtslaufen ist ein Trend, der von hier aus seinen Siegeszug angetreten hat. Daran denken die jungen Selbstständigen, wenn sie – auf die Schnauze gefallen – aufstehen und sich ein neues Betätigungsfeld suchen. Und sie beschließen, dass sie ab jetzt noch härter an sich arbeiten müssen, und beschließen, sich bei den Weltmeisterschaften im Rückwärtslaufen anzumelden, die Anfang August 2010 in Kapfenberg stattfinden. Jedes Training, das sie rückwärts durch die mediterranen Gassen und pittoresken Winkel führt, stärkt ihren Rücken und die gesamte Muskulatur. Und wenn sie rückwärts nach Kapfenberg wollen und den kanadischen Rückwärtsläufern die Wadel „viri“ richten, dann sollen sie sich nie mehr umdrehen. So kehren sie der Krise den Rücken zu.

Dramatiker Johannes Schrettle ist zwar kaum in Graz, dennoch weiß er immer was von dort zu berichten


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