Das Problem der Umsetzung

Extra | aus FALTER 11/10 vom 17.03.2010

Im Interview mit DURST spricht die neue Wissenschaftsministerin Beatrix Karl über das Phänomen Massenstudium, über die Mängel des Bologna-Systems und über die vergangenen Uni-Proteste.

DURST: Verstehen Sie, dass Österreichs Studierende frustriert sind, wenn sie „Bologna“ hören?

Karl: Ich kann verstehen, dass die Studierenden hierzulande wegen Bologna zu Protestmaßnahmen gegriffen haben. Allerdings muss man zwischen europäischer Ebene und nationaler Ebene differenzieren. Denn der europäische Gedanke hinter dem Bologna-System ist ein sehr guter, es geht schließlich um mehr Mobilität für die Studierenden und um die Anrechnung ihrer Studienleistungen. Unser Problem liegt in der Umsetzung auf nationaler Ebene. Bologna kann nur so gut sein wie seine Umsetzung. Und da haben wir bislang teilweise schlechte Erfahrungen gemacht – und das frustriert die Studierenden.

Woran hapert es besonders?

Die neuen Curricula wurden teilweise sehr verschult, mit nur wenigen Wahlmöglichkeiten. Das


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