Amerlinghaus

Extra | aus FALTER 11/10 vom 17.03.2010

Stiftgasse 8. Jener Ort im siebten Bezirk, wo laut Initiatoren „nicht kommerzielle, kritische Basiskulturarbeit, soziale- und politische Arbeit“ stattfindet. Das Amerlinghaus ist ein selbstverwaltetes, von der Gemeinde Wien mit öffentlichen Geldern subventioniertes Kultur- und Kommunikationszentrum. 1975 war es besetzt. Anschließend wurde es von der Stadt Wien renoviert und am ersten April 1978 eröffnet. Heute finden in den Räumen Treffen, Seminare, Veranstaltungen wie Buch- und Zeitungspräsentationen, Diskussionen, Filmvorführungen und Ausstellungen statt. Der autonome Gedanke ist aber nicht immer einfach umzusetzen. Christof Reinprecht – ehemaliger Mitarbeiter und Vorstandsmitglied des Vereins – schrieb schon vor 20 Jahren in einem Buchbeitrag über das „scheindemokratische Experiment“ am Spittelberg: „Guter Wille allein vermag den Mangel an egalitären Strukturen nicht zu ersetzen. Es nimmt daher nicht Wunder, dass sich die Idee der Hausversammlungsselbstverwaltung in einem relativ kurzen Zeitraum tot lief.“ Heute verkündet die Amerlinghaus-Homepage: „Seit zwei, drei Jahren werden Defizite gemacht. (...) Wenn die Stadt Wien nicht hilft, dann kann das Amerlinghaus im Sommer 2010 seinen Betrieb einstellen.“


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