Kost’ nix, kann nix!

Extra | Thomas Askan Vierich | aus FALTER 11/10 vom 17.03.2010

Studiengebühren machen Sinn - vor allem als Argumentationshilfe.

In erster Linie sind Studiengebühren eine Ausrede. Und eine Verkürzung. So geht es immer zu, wenn eine Debatte ideologisch und irrational wird. Und die Debatte um Studiengebühren ist irrational. Nicht nur in Österreich. In Deutschland wird sie genauso heftig geführt. Da gibt es Bundesländer, die haben Studiengebühren eingeführt, und andere, die darauf verzichtet haben. Ende 2009 ist eine natürlich gleich umstrittene Studie („Studienberechtigte 2008“ vom deutschen Hochschul-Informations-System HIS) erschienen, die das Abschreckungspotenzial von Studiengebühren in Deutschland untersucht hat. Und siehe: Es war weniger groß als von Kritikern prognostiziert. Andere Faktoren haben weitaus deutlicher dazu beigetragen, dass die deutsche Studienanfängerquote zwischen 2003 und 2006 gesunken ist: ein festes Berufsziel, das auch ohne zeitraubendes Studium erreichbar ist zum Beispiel. Oder der mangelnde Praxisbezug vieler


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