Schreckliche Echsen als Mammut-Show


Peter Iwaniewicz
Lexikon | aus FALTER 11/10 vom 17.03.2010

Edutainment im 21. Jahrhundert: Dinosaurier – Die Welt der Giganten in der Stadthalle

Knochen und Zähne von Dinosauriern wurden schon vor Jahrhunderten gefunden, doch ordnete man sie meistens den Körperteilen von Drachen oder vorsintflutlichen Riesen zu. Der englische Anatom Richard Owen verwendete dann Mitte des 19. Jahrhunderts erstmals den griechischen Begriff Dinosauria für jene „schrecklichen Echsen“, die man sich als eine Art riesenhafte, langsam und träge durch die Urzeitsümpfe kriechende Reptilien vorstellte.

Doch als man 1858 das erste fast vollständige Dinosaurierskelett in Nordamerika entdeckte, musste man die bisherige Vorstellung gründlich revidieren: Diese Tiere bewegten sich nicht mit abgespreizten Extremitäten wie Krokodile fort, sondern liefen auf Beinen, die sich – wie bei Säugetieren – direkt unter dem Körper befanden. Mit dieser Entdeckung begann auch das erste öffentliche Interesse an diesen Urzeitgiganten. Der Bildhauer Benjamin Hawkins fertigte

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