Neu im Kino

Gipfelsieg in Hollywood: „Zum dritten Pol“

Lexikon | Michael Pekler | aus FALTER 11/10 vom 17.03.2010

Clint Eastwood kletterte fast alles selbst“, erzählt der graumelierte Herr im Anorak, „und das merkt man. Clint war nämlich ein schlechter Kletterer.“ Wer sich hier an „The Eiger Sanction“ erinnert, ist der Expeditionsleiter, Kameramann und Regisseur Norman Dyhrenfurth. Nach dem Krieg war Dyhrenfurth Leiter der renommierten UCLA Film School, nahm anschließend an sieben Himalaya-Expeditionen teil und war Berater bei Bergausflügen Hollywoods.

Warum bereits Dyhrenfurths Vater Günter, der erste Mann mit Kamera über 6000 Meter, einer der führenden Himalayapioniere war und die Nazis nicht umhinkonnten, ihn und seine jüdische Frau Hettie bei den Olympischen Spielen 1936 mit einer Goldmedaille zu ehren, kann man in „Zum dritten Pol“ verfolgen. Mit der Kompilation von Nachinszenierung, Archivmaterial und eingestreuten Messner-Interviews bewegt sich die Dokumentation zwar auf ausgetretenen Fernsehpfaden, weckt aber Lust auf ein Wiedersehen mit jenem Spielfilm-Kleinod, das Günter Dyhrenfurth anno 1935 während seiner Expedition mit Hans Ertl am Gasherbrum drehte: „Der Dämon des Himalaya“.

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