Kein musikalischer Verzicht

Lexikon | Carsten Fastner | aus FALTER 12/10 vom 24.03.2010

Das Festival Osterklang 2010 überbrückt die spielfreie Fastenzeit in den Konzerthäusern

Allzu „ausschweifende“ oder allein dem „eitlen Ohrenschmaus“ dienliche Musik hat die katholische Kirche im Gottesdienst jahrhundertelang nicht gern gesehen, am wenigsten natürlich in der Fastenzeit. So weit zumindest die Theorie des Trienter Konzils von 1563. In der Praxis freilich ließ sich diese rigorose Position ohnehin nie so recht durchsetzen.

Ein Umstand, dem wir heute ein riesiges kirchenmusikalisches Repertoire verdanken, das weit mehr bietet als „schlichten Gesang und Orgelspiel“. Geistliche Kantaten, Passionsmusiken und Oratorien standen den weltlichen Sinfonien und Opern an musikalischer Pracht bald in nichts nach – und wurden selbstverständlich auch in der Passionszeit geboten.

Das Festival Osterklang, mit dem die Stadt Wien heuer vom 27. März bis zum 4. April bereits zum 14. Mal die spielfreie Osterzeit der Konzerthäuser überbückt, knüpft programmatisch an diese kirchenmusikalische


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