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Kunstexpedition an die eisigen Randzonen

Lexikon | aus FALTER 12/10 vom 24.03.2010

In arktische Gefilde entführt der gebürtige Australier Ian Burns in seiner Ausstellung „Schrapnell from Märchenland“. Die Ergebnisse seiner Reise um den Spitzbergen-Archipel bilden nun einen faszinierenden Parcours, in dem der Betrachter auf umweltkritische Themen ebenso zurückgeworfen wird, wie er dazu angehalten ist, herkömmliche Wahrnehmungsmuster zu hinterfragen. Etwa dann, wenn der Blick auf einen toten Eisbären fällt, dessen tragisches Ende der Künstler in einem Hybrid aus Skulptur und Film inszeniert. Das Künstliche gegen das Natürliche, die Realität gegen die Fiktion auszuspielen, versteht Burns hier meisterhaft. So kommen die schönsten Kristallformationen dann zustande, wenn man rote Glühbirnen in eine Holzkonstruktion schraubt. MJ

Hilger Contemporary, bis 2.4.


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