Tipp

Helmut Käutners „Romanze in Moll“ (1944)

Lexikon | aus FALTER 12/10 vom 24.03.2010

Aus dem Doppelleben einer achtbaren Buchhaltersgattin (Marianne Hoppe), die einen weltmännischen Komponisten (Ferdinand Marian) kennen und lieben lernt. Das Ende freilich ist tragisch. Helmut Käutners mit leiser Ironie in Szene gesetzter Abstecher in den historisierenden Literaturfilm, „Romanze in Moll“ nach Guy de Maupassant, darf als „Glücksfall“ des deutschen Kinos während der NS-Zeit gelten: ein Melodram von selten gesehener Dichte und Intelligenz, das gern als „impressionistisch“ beschrieben und gelegentlich mit Filmen des großen, 1933 vertriebenen Regiemeisters Max Ophüls verglichen wurde. – Empfohlen als Ergänzung zu „Deutschland in der Nacht“, der Reihe im Filmmuseum. MO

Bellaria, Fr 16.00


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige