Ohren auf

Sammelkritik

Lexikon | Carsten Fastner | aus FALTER 12/10 vom 24.03.2010

Bach für Kenner, Liebhaber und Entdecker

Seine Zeit ist allezeit, aber natürlich hat Johann Sebastian Bach vor allem zu Ostern Konjunktur. Mit gutem Grund: Seine Passionsmusiken zählen zum Großartigsten, was überhaupt je komponiert worden ist.

Bachs Motetten hingegen stehen stets etwas im Schatten der Aufmerksamkeit. Doch auch in diesen Chorwerken werden existenzielle Fragen verhandelt. Grund genug, zu Ostern sechs davon in der hinreißenden Interpretation des Chorus sine nomine unter Johannes Hiemetsberger kennenzulernen (Gramola). Dieses Album bekommt übrigens den (monatlich in Kooperation mit dem Falter auf Ö1 vergebenen) Pasticcio-Preis im März (25.3., 8.15 Uhr).

Es gibt noch mehr zu entdecken bei Bach, etwa den Einfluss der prächtigen Norddeutschen Schule auf seine Orgelmusik. Berühmt ist der 400-Kilometer-Fußmarsch des 20-Jährigen nach Lübeck zu Dietrich Buxtehude; doch schon zuvor war Bach in Lüneburg wohl Schüler bei Georg Böhm. Martin Neu hat auf einem modernen Instrument


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