Kunst Kritik

Gefilmte Sozialarbeit und ein wenig Langeweile

Steiermark | Ulrich Tragatschnig | aus FALTER 12/10 vom 24.03.2010

Für ihre erste Einzelausstellung in Österreich verteilt die schwedische Künstlerin Johanna Billing fünf ihrer Filme auf die neuen Räume des Grazer Kunstvereins und schleust dabei viel soziales Engagement in die cleane Kunstwelt ein. Immerhin zeigen die Arbeiten zumeist Jugendliche, die sich in wohlüberlegten Projekten leidenschaftlich mühen, mit Musik ihrer tristen Alltagswelt gegenzusteuern, oder studentische Aktivisten, die sich und uns, frei nach Antonioni, langweilen. Bis schließlich die im Film „Where She Is At“ gezeigte Frau tatsächlich vom hohen Sprungturm ins Wasser springt, vergehen sieben quälende Minuten, die man gleichfalls mit Empathie ausfüllen mag.

Grazer Kunstverein, bis 1.5.


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