Hegen und pflegen, rupfen und zupfen

Falter & Meinung | aus FALTER 12/10 vom 24.03.2010

Die Legitimationskrise der Literaturkritik lässt sich nicht durch forcierte mediale Dienstleistung beheben

Kommentar: KLAUS NÜCHTERN

Man wäre noch ganz gerne eine weitere halbe Stunde in der prächtigen Frühlingssonne am Rande eines der künstlichen Teiche gestanden. Aber weil der – lächerlicherweise tatsächlich stattfindende – Countdown zur Vergabe des Preises der Leipziger Buchmesse die Hundertstelsekunden unerbittlich herunterzählte, begab man sich doch in die Glashalle, wo das „Event“ stattfand.

Am härtesten war die Konkurrenz diesmal unter den Übersetzern: Drei der fünf Nominierten hatten Schwarten deutlich jenseits der 1000-Seiten-Grenze übertragen, mit Ulrich Blumenbach, der sich jahrelang an David Foster Wallace’ „Unendlicher Spaß“ abgemüht hatte, erhielt dann auch der Iron Man dieser Kategorie (1648 Seiten!) den Zuschlag – irgendwie konsequent.

Die Sparte Sachbuch/Essayistik gewann Ulrich Rauff mit seinem Stefan-George-Buch „Kreis ohne Meister“, und

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