„Ich werde deutlicher sein“

Politik | aus FALTER 12/10 vom 24.03.2010

Heinz Fischer will in Zukunft pointiertere Worte zur politischen Situation finden. Im Falter-Gespräch macht er gleich den Anfang

Heinz Fischer hat leicht lachen, könnte man sagen, ÖVP und Grüne wollten keine Kandidaten gegen ihn aufstellen. Da ist nur Barbara Rosenkranz, deren rechtsextreme Positionen weniger gut ankommen als vom FPÖ-Chef erhofft. Zu Beginn des Gesprächs bitten wir Fischer, sich nach Röthis zu versetzen, wo die Bevölkerung die Abschiebung einer Familie aus dem Kosovo verhinderte.

Falter: Herr Bundespräsident, stellen Sie sich bitte vor, es ist zwei Uhr nachts, und bei den Nachbarn klopft die Polizei an. Bürger versammeln sich, um die Abschiebung zu verhindern. Gehen Sie hin?

Heinz Fischer: Das ist eine unfaire Frage, weil ich nicht in Röthis, sondern hier in Wien als Bundespräsident bin. Aber wenn Sie wissen wollen, wie ich zu diesem Thema stehe, mache ich keinen Hehl daraus, dass ich der Meinung bin, dass wir mit Menschen, die hierher geflüchtet sind, zugewandert


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