Operation Jalta und die Gesetzesdiebe

Politik | aus FALTER 12/10 vom 24.03.2010

Wie Österreich mit georgischer Hilfe ein europaweit operierendes Mafia-Netzwerk zerschlug

Recherche: Mathias Huter

Getragene Schuhe, gebrauchte DVD-Player und goldenen Schmuck – auf dem Basroba, dem riesigen Markt am Tifliser Hauptbahnhof, bekommt man fast alles. Möglich, dass einige der Waren, die in der georgischen Hauptstadt angeboten werden, aus Wiener Wohnungen stammen.

In einer europaweit abgestimmten Aktion zerschlug die Polizei in der vergangenen Woche einen straff organisierten georgischen Verbrecherring, der für rund ein Viertel aller Wohnungseinbrüche in Wien verantwortlich sein soll. Im Rahmen der „Operation Jalta“ wurden insgesamt 69 Verdächtige in sechs EU-Staaten verhaftet. In einer Wiener Wohnung fand die Polizei 37 Kilogramm Schmuck, nur einen kleinen Teil des Diebesguts. Laut den Ermittlern schickten die Georgier einen Teil ihrer Beute zurück in die Heimat – mit der Post.

In Österreich wurden zwei Köpfe des heimischen Verbrechernetzwerks festgenommen. Beide


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