Die Gnade der anderen Konfession: Schwule Pfarrer und eine geschiedene Bischöfin. Sind Protestanten die besseren Christen?

Politik | Martin Gantner | aus FALTER 12/10 vom 24.03.2010

::Die Wucht, mit der die Nachrichten zuletzt eingeschlagen haben, hat auch Friedrich Eckhardt überrascht. Die Klöster Mehrerau, Kremsmünster, Graz-Seckau. Die Regensburger Domspatzen, das Internat Mindelheim und viele andere Institutionen mehr. „Es ist der richtige Zeitpunkt für die Kirche, ihre Sexualmoral zu überdenken“, sagt der 24-Jährige, der in wenigen Jahren selbst Pfarrer werden möchte. Allerdings nicht in der römisch-katholischen, sondern in der evangelischen Kirche.

Wenn der in Wien lebende Student aus Deutschland von seiner Zukunft spricht, offenbart sich eine Lebensrealität, die mit jener von römisch-katholischen Priesterseminaristen nichts gemein hat. Irgendwann, sagt Eckhardt, wolle er gemeinsam mit einem Mann auf dem Land, in einem Pfarrhaus leben und eine kleine Gemeinde betreuen. Eckhardt ist schwul, doch in der evangelischen Kirche ist das kein Problem. Er ist Teil einer 325.000 Seelen großen Glaubensgemeinschaft in Österreich, die entspannter mit dem Thema


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