Nachgetragen

Wien, Europa und die Welt. Journal mehr oder weniger bedeutender urbaner Begebenheiten

Politik | aus FALTER 12/10 vom 24.03.2010

Eine Elterninitiative engagiert sich für humanitäres Bleiberecht

Stefan Apfl

Im niederösterreichischen Winzendorf-Muthmansdorf gibt es nicht viel mehr als eine Freiwillige Feuerwehr, eine Kirche und einen Fußballklub. Der neunjährige Bernhard hantierte mit Schläuchen, ging zur Messe und kickte – wie ein Einser. Bis er mit seinen zwei Brüdern und seinen Eltern am 17. Februar von der Polizei abgeholt und in den Kosovo abgeschoben wurde. Dorthin zurück, woher die Familie K. vor fünf Jahren kam.

„Das ist eine Schande“, sagt Hans-Jörg Ulreich. Der Bauunternehmer sei es seinem Gewissen und seinem Sohn, der an der Seite Bernhards gekickt hatte, schuldig gewesen, etwas zu unternehmen. Also redete er sich mit dem Trainer und einem anderen Spielervater zusammen.

Daraus entstanden ist www.fußballverbindet.at, eine Elterninitiative, der es um weit mehr als um die Familie K. geht. Die Initiatoren fordern, dass gut integrierte Familien künftig in Österreich bleiben dürfen und Neunjährige


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