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Pressekolumne

Medien | Nina Horaczek | aus FALTER 12/10 vom 24.03.2010

Bisher war Ida Metzger die Frontfrau des Do-it-yourself-Journalismus. Die furchtlose Österreich-Redakteurin marschierte gefühlte 27-mal am Flughafen durch den Nacktscanner. Danach schmiss sie sich – natürlich nur, um den Bildungsauftrag zu erfüllen – in den „Sündenpfuhl Se(x)cession“, wie Österreich den temporären Swingerclub in der Secession nennt. Jetzt wird Metzger aber vom profil überholt. Dort hat der Redakteur Hubertus Breuer sein Innerstes vollkommen nach außen gestülpt – mittels eines kleinen Röhrchens voll Spucke, das vom profil ins Genlabor nach Kalifornien geschickt wurde. Das Ergebnis der Recherche am eigenen DNA-Strang zum Wohle der Leser: „Konkret stellt der Test fest, dass ich – wie die meisten Europäer – über feuchtes Ohrenschmalz verfüge, mein Geschmackssinn bitter erkennt und ich Milch problemlos verdaue.“ Interessant, dass die Ohrenschmalzkonsistenz von Kontinent zu Kontinent variiert. Nur: Wer will das eigentlich so genau wissen?


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