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Medien | aus FALTER 12/10 vom 24.03.2010

E-Book-Reader: Die Letzten werden die Ersten sein

Prüfbericht: Thomas Vašek

Unter den Gadget-Käufern gibt es zwei Typen. Die einen wollen immer die Ersten sein. Die anderen warten auf den richtigen Zeitpunkt, auf das bessere und billigere Nachfolgemodell. Geduldig lassen sie jeden Hype an sich vorüberziehen – bei E-Book-Readern könnte die Stunde der Vernünftigen jetzt gekommen sein.

Erstens bieten die meisten Geräte heute dank ausgereifter Displaytechnologie brauchbare Lesequalität. Zweitens gibt es mittlerweile Reader-Modelle für die unterschiedlichsten Bedürfnisse. Drittens wächst das E-Book-Angebot ständig. Viertens bewegen sich die meisten Geräte in einem preislich akzeptablen Rahmen.

Eine ordentliche Kompromisslösung ist der Kindle 2 mit 6-Zoll-Bildschirm. Wer vor allem zuhause liest, investiert allerdings besser gleich in den teureren Kindle DX mit seinem 10-Zoll-Riesendisplay. Andere Geräte haben eher speziellere Meriten. Mit 200 Euro besonders preisgünstig ist etwa der Sony PRS-505. Das Cybook Opus hingegen empfiehlt sich mit einem 5-Zoll-Display und 150 Gramm Gewicht als minimalistischer Reader für unterwegs, der doppelt so große Irex Digital Reader wiederum für das professionelle Arbeiten mit PDF-Dokumenten.

Die ganz Geduldigen aber warten auch diese Reader-Welle noch ab. Demnächst kommt ja Apples iPad auf den Markt. Und angeblich arbeitet Amazon an einem Kindle mit Farbdisplay und Touchscreen. Die Letzten werden ja bekanntlich die Ersten sein.

Thomas Vašek ist Journalist und Buchautor in München


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