„Ich bin ein Schaumschläger“

Feuilleton | aus FALTER 12/10 vom 24.03.2010

Der deutsche Maler Markus Lüpertz über die Jeans von Karl Lagerfeld, Atatürk und Kunsthostessen

Interview: Matthias Dusini, Thomas Edlinger

Am Montag vergangener Woche spielte der Künstler Markus Lüpertz im Musensaal der Albertina den konservativen Provokateur. Dem zahlreich erschienenen Publikum berichtete der Maler, an der Düsseldorfer Akademie das Aktzeichnen wieder eingeführt zu haben. Davor war Zeit für ein Gespräch über Schein und Sein.

Falter: Die Rezeption Ihres Werks ist stark durch Ihre Selbstinszenierung beeinflusst. War das immer schon so?

Markus Lüpertz: Diese mir unterstellte Selbstinszenierung ist gar nicht so vordergründig. Ich verhalte mich lediglich meiner Vorstellung vom Beruf des Malers entsprechend. Ich habe eine Neigung zum Predigen. Wovon mein Herz voll ist, quillt der Mund über. Ich habe das Bedürfnis, ein gutgekleideter älterer Herr zu sein, weil ich mich bei der Arbeit dreckig mache. Ich fühle mich als Künstler und vermittle das. Ich bin davon überzeugt,


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige