Der Malerfürst Ernst Fuchs feierte mit Frank Stronach seinen 80. Geburtstag. Sein Lebensstil ist prächtiger als das Werk

Feuilleton | aus FALTER 12/10 vom 24.03.2010

Der Künstler Ernst Fuchs ist Österreichs Malerfürst. Agnes Husslein, die Direktorin des Belvedere, stellte ihn in ihrer Laudatio letzten Freitag in eine Reihe mit dem historistischen Erfolgsmaler Hans Makart.

Anlass war der 80. Geburtstag von Fuchs, der im Österreichischen Kulturzentrum Palais Palffy gefeiert wurde. Kulturstadtrat Andreas Mailath-Pokorny überreichte Fuchs das Goldene Ehrenzeichen des Landes Wien; prominentester Gratulant war Frank Stronach.

Fuchs begann seine Laufbahn mit religiösen Bildern, gemalt in der Art des Jugendstils. Für die altmeisterliche Malweise in Kombination mit übersinnlichen Motiven wurde das Label Wiener Schule des Phantastischen Realismus geboren, unter dem auch Kollegen wie Arik Brauer subsumiert wurden.

Wie Markus Lüpertz betont Fuchs seine Anfänge in proletarischer Armut. Dieses Motiv gehört zu den Topoi der Künstlerbiografik seit Giorgio Vasari, der von Giotto berichtet, dieser sei entdeckt worden, als er seine Schafe in den Sand malte.

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