Der entscheidende Schubs zum besseren Leben

Feuilleton | aus FALTER 12/10 vom 24.03.2010

Ein echt harter Feelgoodfilm: „Precious“ von Lee Daniels, ausgezeichnet mit zwei Oscars, erzählt von einer Horrorjugend

Filmkritik: Joachim Schätz

Wer soziales Erbauungskino sehen will, hat ab Freitag die Wahl: In hellen Farben und unverzagten Gesten erzählt das Drama „Blind Side – Die große Chance“ (Regie: John Lee Hancock) die wahre Geschichte des Michael Oher. Den afroamerikanischen Slumjugendlichen nahm vor einigen Jahren eine wohlhabende Republikanerfamilie (oscarprämiert: Sandra Bullock als resolute Südstaatenmama) bei sich auf und förderte ihn auf seinem Weg in die nationale Footballliga.

Wie eine sozialstaatliche Alternative dazu nimmt sich Lee Daniels’ vielfach ausgezeichneter Independent-Hit „Precious“ aus, der auf einem Roman der Dichterin und Exlehrerin Sapphire basiert: Darin ermöglicht das Engagement von Lehrpersonal und Sozialarbeiterin einer 16-jährigen zweifachen Mutter und Analphabetin den Ausweg aus Gewalt und sexuellem Missbrauch in der Notstandswohnung.


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