Nüchtern betrachtet

Wo die Wolke zieht und der Bussard kreist

Feuilleton | aus FALTER 12/10 vom 24.03.2010

Feuilletonchef Klaus Nüchtern berichtet aus seinem Leben. Die Kolumnen als Buch: www.falter.at

Mit den Städten ist es wie mit den Frauen: Es gibt solche, die einen sofort aus den Schuhen hauen, und solche, bei denen man denkt: „Die hat was“ und auch nach der zweiten, dritten, vierten Begegnung dabei bleibt: „Doch, doch – das ist eine ganz Nette.“ Und es ist keineswegs ausgeschlossen, dass sich mit den Netten Beziehungen von schöner Stabilität ergeben. Damit soll natürlich überhaupt nichts gegen London, sehr wohl aber einiges zum Lobe Leipzigs gesagt werden.

Schon die niederländischemalereimäßige Landschaft zwischen Berlin und Leipzig gefällt mir gut, die ist schön flach, da steht nichts blöd im Blickfeld, wenn die Wolke zieht und der Bussard kreist. Wenn’s nach mir ginge, hätte ich hinsichtlich der Starkochbeaufsichtigung der Speisewagenangebote Bernd Neuner-Duttenhofer aus schier namenspoetischen Gründen Christian Rach vorgezogen, aber wenn es nun mal ausgemacht


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