Stadtrand

Urbanismuskolumne

Stadtleben | Christopher Wurmdobler | aus FALTER 12/10 vom 24.03.2010

Zeitumstellung: Fallen etwa wieder die Würfel?

Dieses Wochenende beginnt die Sommerzeit. Was gut passt, da es ohnehin nur mehr zwei Jahreszeiten gibt: kalt und heiß. Beziehungsweise: arctic und tropic. Kleiner Scherz. Genießen wir den milden Frühling und stellen wir in der Nacht von Samstag auf Sonntag einfach unsere Uhren eine Stunde vor, verlieren wir eine Stunde und meckern einen Monat lang, wie schlimm das doch ist. Vor allem: Rechnen wir jedem, der es nicht hören möchte, vor, wie spät es „eigentlich“ jetzt gerade wäre. Man raubt uns den Schlaf! Wir haben Jetlag, wie ihn sonst nur Hollywoodstars kennen, die zu Filmpremieren oder Opernbällen nach Europa reisen müssen! Alles Quatsch! Wirklich spannend bei dieser neuerlichen Zeitumstellung ist die Frage: Schaffen es die Wiener Würfeluhren? Die Augen der Weltöffentlichkeit sind auf unsere Stadt gerichtet. Letztes Mal brach schließlich das totale Chaos aus, als Wiens öffentliche Uhren fast geschlossen stehenzubleiben beliebten. Menschen kamen zu spät zur Arbeit, Bahnen und Busse verkehrten verkehrt. Werden am Sonntag die Würfel wieder fallen?


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