„Ohne alles“ ist mehr Leben

Stadtleben | aus FALTER 12/10 vom 24.03.2010

Ein ökologisch korrektes, klimaneutrales Leben in der Stadt ist möglich. Sagt zumindest der No Impact Man

low impact bericht: christopher wurmdobler

Und dann gab es auch keinen elektrischen Strom mehr. Ein Jahr lang versuchte der New Yorker Colin Beavan gemeinsam mit seiner Familie – Frau, Kleinkind, Hund – klimaneutral zu leben. So konsequent sogar, dass er nicht einmal mit öffentlichen Verkehrsmitteln fuhr und statt des Lifts stets Stiegenhäuser benutzte. Würmer kompostierten Bioabfälle in der Küche. Seine Einkäufe auf dem Wochenmarkt ließ er sich in mitgebrachte Gefäße und Geschirrtücher packen. Flugreisen waren sowieso tabu. Genauso wie Klopapier. Und wozu das alles? Um den Planeten zu retten. Oder zumindest um zu überprüfen, ob das theoretisch möglich wäre.

Interessant an dem selbstgewählten Experiment ist, dass es sich bei Mr. Beavan um keinen Aussteiger handelt. Er ist kein Öko-Spinner, sondern Sachbuchautor und Journalist, schreibt für Lifestyle-Magazine wie

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