Vieles offen, alles möglich

Stadtleben | aus FALTER 12/10 vom 24.03.2010

Jetzt beginnt die Hoffnungszeit im Garten – inklusive Gier und Kaufrausch

Bericht: Julia Kospach

Die Unkundigen glauben, das Beste sei der Sommer. Nicht unbedingt. Die liebste Jahreszeit aller gärtnernden Menschen beginnt Ende März, Anfang April. Der Sommer ist die Zeit der Wahrheit, das frühe Frühjahr die der Hoffnung und der üppig wuchernden Zukunftsfantasien von gigantischen Rosenblütenkaskaden, betäubend duftenden Lilien und fetter Cocktailparadeiserernte.

Noch ist in den Blumentöpfen und -trögen vieles offen und vermeintlich alles möglich. Die Topfgärtner sind um diese Zeit gegenüber den Hausgärtnern mit ihren zumeist auf Mehrjährigkeit angelegten Staudenbeeten ziemlich im Vorteil. Wenn sie nämlich nicht im Herbst schon alle Töpfe mit Tulpen- und Narzissenzwiebeln vollgestopft haben (was natürlich seinerseits eine süchtigmachende Leidenschaft ist), die im März mit dem Wachsen und Blühen anfangen, können sie jetzt ihre leeren Töpfe neu gestalten.

Am Beginn jeder


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