Mit ehrlichem Blick

Steiermark | aus FALTER 12/10 vom 24.03.2010

Die Regionale 10 will im Bezirk Liezen zeitgenössische Kunst mit der Tradition versöhnen. Wie soll das gehen?

GESPRÄCH: THOMAS WOLKINGER

Eigentlich sind sie alle drei „Zuagroaste“ – wie Ennstaler oder Ausseer gerne jene nennen, denen nicht die Gnade einer Herkunft zuteil wurde, die sich wenigstens über zwei Jahrhunderte aus der Gegend herleiten lässt. Karl Glawischnig ist „erst“ vor vierzig Jahren aus Kärnten in den obersteirischen Bezirk Liezen gezogen, Dorothee Steinbauer, eine gebürtige Würzburgerin, vor acht Jahren, und Dietmar Seiler ist zwar in Oberwölz im Nachbarbezirk Murau geboren, hat aber lange Jahre in Graz und Zürich gelebt.

Dennoch haben sie es geschafft, der Regionale eine erstaunliche Bodenhaftung zu geben, dabei noch einen klugen Bogen zu den zeitgenössischen Künsten zu schlagen, die in der steirischen Peripherie keine allzu starke Tradition haben. Und so findet sich im vergangene Woche präsentierten Programm des mit vier Millionen Euro dotierten biennalen


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