„Der Pfarrer ist ein schwieriger Fall“

Steiermark | aus FALTER 12/10 vom 24.03.2010

Missbrauch: Pfarrer ignorierte jahrelang Kapellari-Verbot, Messen zu lesen

Bericht: Gerlinde Pölsler

Dieser Pfarrer ist auch für uns ein schwieriger Fall“, seufzt Georg Plank, Sprecher der Diözese Graz-Seckau, über jenen Priester, der in den Achtzigerjahren im oststeirischen Grafendorf zahlreiche Burschen zwischen fünf und 18 Jahren teils schwer sexuell missbraucht haben soll. Altbischof Johann Weber hatte den Pfarrer versetzt, sein Nachfolger Egon Kapellari ihn nach dem erneuten Auftauchen von Vorwürfen 2002 abberufen und einen Prozess vor einem Kirchengericht veranlasst. Dieses verurteilte den Priester, doch die Glaubenskongregation des Vatikans hob das Urteil wegen Verjährung wieder auf (Falter 11/2010). Der Bischof sei über die Aufhebung „nicht erfreut“ gewesen, so Sprecher Plank, aber Rechtsverfahren seien zu akzeptieren. Hätte der Vatikan es bei der Verurteilung belassen, hätte dies für den Pfarrer weit reichende Folgen haben können: „Eine Rückversetzung in den


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