Kritiken

Hacke und Buschmesser statt feiner Klinge

Lexikon | Martin Lhotzky | aus FALTER 13/10 vom 31.03.2010

Manchmal wird das „Theater zum Fürchten“ seinem Namen echt gerecht. Etwa, wenn Alexander Rossi als „Gängsta Numma Aans“ seinen Aufstieg zum Unterweltkönig schildert. Seelenruhig erzählt er von gebrochenen Fingern, eingeschlagenen Schädeln und kreativem Einsatz von Gartengerät (Hacke, Buschmesser). Auf die feine Klinge verzichtet auch Bruno Max in seiner Bearbeitung des Stücks von David Mellis & Louis Scinto; das Wienerische bietet sich da formidabel an (Gängsta No. 1 über die Lebensgefährtin seines Vorgängers: „Aa nua a Fut“). Die diabolische Lichtregie hebt fünf Darsteller beim Monologisieren hervor, ein grausig-komisches Bild entsteht. Der Text überzeugt nicht immer, die Schauspieler sehr wohl.

Scala, Di, Mi, Do 19.45 (bis 17.4.)


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige