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Clemens Haipl bahnt sich einen eigenen Jakobsweg

Lexikon | Sebastian Fasthuber | aus FALTER 13/10 vom 31.03.2010

Sind wir bald da?“, fragt sich Clemens Haipl in seinem neuen Buch. Der Humorist und Musiker gibt darin Selbstfindungstipps für Fahrzeughalter und Fußmüde. „Statistisch bin ich in der Mitte meines Lebens angelangt“, schreibt er eingangs, „habe aber nicht das Gefühl, die Hälfte zu wissen oder verstanden zu haben. [...] Gründe hätte ich genug, mich den Tausenden von Pilgern anzuschließen, die den beschwerlichen, Segen bringenden Weg nach Santiago de Compostela auf sich nehmen. [...] Ich bin aber zu faul.“ Man kann „Sind wir bald da?“ als Parodie auf die grassierende Ratgeber- und Entschleunigungsliteratur lesen oder als Reise in Haipls Hirn. Zwischendurch streut er Kalendersprüche zum Rausreißen ein. Vielleicht bald schon auf Klotüren zu finden: „Jeder kann glücklich sein, zumindest theoretisch.“

Buchhandlung Kuppitsch, Do 19.30


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