Tipp Klassik

Händels Auferstehung beim Osterklang

Lexikon | Carsten Fastner | aus FALTER 13/10 vom 31.03.2010

Vor genau 302 Jahren, am Ostersonntag 1708, brachte ein junger Komponist aus Sachsen in Rom sein erstes Oratorium zur Uraufführung – und umging damit ein Verbot von Papst Clemens XI., der zur Bekämpfung des sittlichen Niedergangs alle Opern untersagt hatte. Denn natürlich ließ G.F. Händel seine „Resurrezione“ szenisch inszenieren und blieb auch musikalisch ganz dem Opernton der Zeit verpflichtet – nur eben mit einer christlichen Handlung. Ärger mit dem Papst brachte ihm die Produktion dennoch ein; aber eben auch den Ruhm als größter Opernkomponist seiner Zeit. Martin Haselböck und seine Wiener Akademie bringen das Werk nun für den Osterklang in die Hofburgkapelle. Ganz ohne vatikanischen Protest.

Hofburgkapelle, Sa 19.30 (Osterklang)


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